Integrationsgedanken (23): Mehr Einwanderer, mehr Zusammenhalt

integrationWo gibt es mehr Gemeinsinn? In Hamburg, in Schleswig-Holstein oder in Sachsen-Anhalt? In Bayern oder in Mecklenburg-Vorpommern?

In 31 Punkten messen Forscher den Gemeinsinn – das geht von der Beteiligung an Wahlen und ehrenamtlicher Tätigkeit über die Häufigkeit bestimmter Delikte bis zum Grad der Hilfs- Spendenbereitschaft und dem Vertrauen in die Nachbarn und die Behörden.

Es stellt sich heraus: In den großen Städten ist der Gemeinsinn größer; dort, in den reicheren Bundesländern ist der Gemeinsinn größer – und dort, wo mehr Migranten leben, ist der Gemeinsinn größer.

Unter den Bundesländern ist Hamburg an erster Stelle (und dies mit Abstand!) – Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt sind die Schlusslichter – mit erstaunlich wenig Gemeinsinn.

In der Spitzengruppe liegen – nach Hamburg: Bremen, Niedersachsen, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern. In der mittleren Gruppe Schleswig-Holstein, Hessen, Rheinland-Pfalz und Berlin. Unten die fünf östlichen Bundesländer.

Regel 1:

Wo der Reichtum groß und die Armut klein ist, wächst der Studie zufolge auch der Zusammenhalt einer Gesellschaft.

Regel 2:

Das Gleiche gilt für Regionen, in denen die Bevölkerung im Schnitt jünger und damit aktiver ist als etwa in den Abwanderungsgebieten Ostdeutschlands.

Regel 3:

Wo viele Einwanderer leben …, ist der gesellschaftliche Zusammenhalt höher als in den östlichen Landstrichen der Republik mit ihrem niedrigen Migrantenanteil. …

Einwanderung “in den gegenwärtigen Größenordnungen”, so wenden sich die Sozialforscher gegen den Bestseller-Autor Thilo Sarrazin, “untergräbt in keiner Weise den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wie Bücher wie ,Deutschland schafft sich ab’ publikumswirksam suggerieren. Ganz im Gegenteil.”

Regel 4:

Wo eine Gesellschaft zusammenhält, sind die Menschen zufriedener mit sich und ihrem Leben. “Zusammenhalt bedeutet Glück”, sagt Mohn, “ohne Bindungen kann man nicht glücklich werden.” Und siehe da: Die im Schnitt unzufriedensten Deutschen leben in Sachsen-Anhalt, die zufriedensten in Hamburg – HSV und Schmuddelwetter zum Trotz.

Im Vergleich der 34 OECD-Länder liegt Deutschland insgesamt auf Platz 14 – deutlich hinter den Skandinaviern, Nordamerikanern und Australiern.

Besorgt stellen die Forscher außerdem fest:

Während Schwule und Lesben inzwischen auf deutlich mehr Verständnis stoßen als noch in den Neunzigerjahren, hat die Bereitschaft der Deutschen, Migranten die Sitten und Gebräuche ihrer Herkunftsländer pflegen zu lassen, demnach in den vergangenen 25 Jahren eher nachgelassen.

Die Infos stammen aus einem SZ-Artikel von Jan Bielicki.

Kommentare

  1. K.Gerlach meint:

    Milliarden an Sozialleistungen: Kindergeld und Hartz IV: So viel Geld kosten uns die Zuwanderer aus der EU

    http://www.focus.de/finanzen/steuern/milliarden-an-sozialleistungen-kindergeld-und-hartz-iv-so-viel-geld-kosten-eu-zuwanderer_id_3840747.html

  2. Man darf das als Witz werten.

    Erstens, wieso sollen Menschen, die bei uns arbeiten, keinen Kindergeldanspruch haben, bloß weil sie nur zeitweise bei uns arbeiten? Sie sind, indem sie bei uns zur Wertschöpfung beitragen, willkommen und nützlich, und sie sind Menschen wie du und ich, also, was soll diese komische Rechnung, die nur die Kosten, nicht aber den Gewinn aufzeigt?

    (Polen zum Beispiel zahlt für deren Bildung und Ausbildung – und wir kassieren, ohne diese Vorauskosten einzurechnen, die Arbeit dieser Menschen. Sollten wir nicht einen Anteil an diesen “Erziehungskosten” übernehmen?)

    Zweitens, 200 Millionen Euro sind im Rahmen unseres Sozialbudgets peanuts.

    Drittens, ich freue mich, wenn Leute, die Kinder auf die Welt bringen und erziehen, aber wenig Geld verdienen, zusätzlich etwas Geld bekommen. Das ist gut für die Kinder und gut für Europa.

    Viertens, es ist fast immer gut, wenn das Geld von denen, die viel davon haben, zu denen fließt, die wenig davon haben. Es integriert, es fördert die Bildung, es fördert den Zusammenhalt, es ist gerecht.

    NEID ist ein Laster, sogar eine Todsünde. Das hat man früher gewusst. Steigt die Zahl derer, die es heute nicht mehr wissen wollen?

    Wenn man sich ums Geld sorgen macht, dann bitte da, wo es Sinn macht. Es macht Sinn, wenn man sieht, wie die Reichen immer reicher werden. Nicht weil ich es ihnen nicht gönnen würde – die Reichen werden nicht glücklich mit ihrem leeren Luxusleben; sondern weil es die Gesellschaft zerreißt. Demokratie und friedliches Zusammenleben brauchen keine ethnische Homogenität, auch keine materielle Gleichheit – es darf ruhig auch reichere und ärmere Menschen geben, aber die Kluft zwischen Reich und Arm darf nicht zu groß werden. Die Gesellschaft verliert sonst ihre Demokratiefähigkeit. DAS ist das Geldproblem hier und heute!

    Ich weiß, unsere dummen Spießer werden das nie kapieren. Mit ihrem Treten nach unten tragen sie dazu bei, dass sie selber ärmer werden, materiell und auch menschlich ärmer. Die, die die Milliarden aus unserer Gesellschaft heraussaugen und allmählich einen neuen aristokratischen Stand bilden werden, lachen sich einen Ast über das kleinliche und peinliche Hickhack der Dummköpfe, die keinen Blick haben für die Zusammenhänge und nicht merken, wer ihr Leben prekarisiert.

  3. K.Gerlach meint:

    Grob gesagt beziehen arbeitslose und nicht erwerbsfähige EU-Ausländer rund 2,8 Milliarden Euro im Jahr vom Staat: An Kindergeld erhalten sie mindestens 1,5 Milliarden Euro, an Hartz IV beziehungsweise Sozialgeld 1,3 Milliarden Euro. Die tatsächliche Summe dürfte höher liegen, weil bei der Berechnung nur Regelsätze unterstellt sind.

    (Focus-Artikel)

    Wer redet da denn von NEID ?

    Dazu kommen noch die Sozial-Zahlungen an NICHT-EU-Ausländer.

    Wenn Sie das als gut und richtig bezeichnen, ist das Ihre ganz persönliche Ansicht, aber wer gibt Ihnen das Recht, andere, die damit nicht einverstanden sind (und das sind nicht wenige) derart abzukanzeln und zu beschimpfen ?

  4. Laut verlinktem Artikel fallen als Kindergeld- und Hart IV-Kosten für arbeitslose und nicht erwerbsfähige Ausländer in Deutschland (inklusive Nicht-EU Ausländer) etwa 12 Milliarden Euro jährlich an.

    Auf einschlägigen Internetseiten ist immer mal wieder die Rede von 40-60 Milliarden pro Jahr. Offensichtlich ist es nach dem Artikel deutlich weniger.

  5. @ Gerlach:

    Wer bei uns arbeitet und zu unserem Wohlstand beiträgt, hat ein Anrecht auf Kindergeld etcetera.
    Wer gearbeitet hat, aber seine Arbeit verliert, genauso. Und auf Hartz.
    Kinder sind was Gutes und Wertvolles – wie kommen Leute dazu, es schlecht zu finden, wenn wir was für Kinder tun?
    Und wer bei uns arbeitet, gehört zu uns, gehört zu Deutschland wie du und ich.

    Außerdem: Warum rechnen Sie & Focus nicht ein, was wir durch die Leute, auf die Sie sich beziehen, auch materiell gewinnen? Wieso wollen Sie einen Teil derer, die in Deutschland leben und arbeiten bzw. gearbeitet haben, vom Sozialstaat ausschließen? Wir haben gottseidank vorerst noch kein reines Ausbeutungssystem; der Sozialstaat ist für alle da, die in Deutschland leben und arbeiten.

    Ich vertrete damit nicht nur eine persönliche Ansicht, sondern das Interesse Deutschlands und außerdem das Sozialstaatsprinzip des Grundgesetzes.

    Und schließlich, Herr Gerlach, warum gehen Sie nicht auf meine zahlreichen Argumente ein? Ich hab sachlich einiges gegen Ihre Sicht der Dinge vorgebracht – wo bleibt die sachliche Erwiderung? Es wär schon interessant, was Sie etwa zu meinen Ausführungen über das unaufhörliche und am Ende demokratiebeendende Reicherwerden der Reichen sagen könnten. Zum Beispiel.

    NEID, MISSGUNST: Was ist denn Ihr Motiv, Gerlach, warum Sie Leuten, die ohnehin nicht viel verdienen, das bisschen Kinder- und Sozialgeld missgönnen? Vielleicht ist es nicht Neid, sondern reine Xenophobie? Klären Sie mich bitte auf über Ihr Motiv! Oder das Motiv von Focus für die einseitige Darstellung der Sache! Warum sind Sie so missgünstig – statt dass Sie sich freuen, dass ein paar Leute, die das soziale Geld brauchen und bei uns leben und bei uns arbeiten oder gearbeitet haben, es kriegen. Dafür ist es da, dieses Geld.

    Außerdem fördert es die Wirtschaft insgesamt mehr, wenn die schlecht Verdienenden es bekommen, die es dann ausgeben – als wenn es diejenigen bekommen, die schon so viel Geld haben, dass sie es weder verkonsumieren noch investieren können – und die es deshalb ins Weltfinanzcasino tragen und dort mit ihm spekulieren.

  6. fantomas007 meint:

    “Außerdem fördert es die Wirtschaft insgesamt mehr, wenn die schlecht Verdienenden es bekommen, die es dann ausgeben – als wenn es diejenigen bekommen, die schon so viel Geld haben, dass sie es weder verkonsumieren noch investieren können – und die es deshalb ins Weltfinanzcasino tragen und dort mit ihm spekulieren.”

    Genauso ist es. Man vergisst immer wieder, welche positiven Effekte Geld, dass ausgegeben wird, hat. Man denkt, oh je wir zahlen 12 Milliarden und sieht das als reine Kosten. Diese 12 Milliarden fließen in den Markt, weil sie die Ärmsten bekommen und tatsächlich ausgegeben werden. Sie zahlen ein Teil dieses Geldes bei jedem Konsum mit der Mehrwertsteuer an den Staat zurück. Sie erzeugen bei Unternehmen und Einzelhändler Gewinne, die versteuert werden, durch Körperschaftssteuer, Gewinnsteuer, Gewerbesteuer oder über die Lohnsteuer von Arbeitnehmern, die keine Arbeit hätten, wenn 12 Milliarden Euro fehlen würden. Diese Arbeitnehmer wiederum, die es ohne die 12 Milliarden nicht geben würde, zahlen damit abgesehen von Lohnsteuer in die Rentenkassen und Krankenkassen Geld ein und konsumieren zusätzlich mit dem Lohn , dass sie erhalten, Güter. Hier kommt nochmal die Mehrwertsteuer, die sie bei jedem Konsum an den Staat abführen. Nur Menschen, die absolut keine Ahnung haben, wie der Markt funktioniert, können die 12 Milliarden als Totalverlust bezeichnen. Die tatsächlichen Kosten, die dem Staat durch diese 12 Milliarden entstehen sind im Endeffekt weitaus geringer.

    Abgesehen davon wird komplett ausgeblendet, welchen Nutzen die weitaus größere Zahl an Ausländern, egal ob EU-Ausländer oder nicht, haben, die eben keinerlei Sozialleistungen erhalten, konsumieren, sowie in die Krankenkassen einzahlen. Man darf sich doch nicht nur auf die Kosten fokussieren, während man diejenigen, die etwas leisten, einfach ausblendet.

  7. Norbi meint:

    Mich würde auch mal interessieren, welchen Nutzen, also konkret Steuereinnahmen durch “Ausländer” also auch Gastarbeiter die BRD hat. Soweit ich weiß, ist das eine Summe im 4-5 stelligem Milliardenbereich.

    Also alleine die Steuern zahlenden Ausländer würden die Kosten der nicht arbeitenden Ausländer um ein vielfaches decken.

    Es wäre gut konkrete Zahlen zu haben, schließlich baut doch die Xenophobe Argumentation meist auf dem volkswirtschaftlichen Schaden auf.

  8. Die Xenophoben von unten (manchmal auch die von der Mitte, aber nicht die von oben) denken sich das so:
    WENN es keine “Ausländer” bei uns in Deutschland gäbe und keine EU und keinen Euro, dann müsste unsere Wirtschaft viel höhere Löhne zahlen, weil es weniger Arbeitskräfte gäbe, weniger Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt.

    Es ist was dran, aber alles eingerechnet dann doch auch eine Milchmädchenrechnung.

    Die Produktion würde sich drastisch verteuern und dadurch schwerer absetzbar; sie würde an Qualität verlieren; sie würde teilweise ins Ausland verlagert werden müssen. Generell: Wer in einer sich globalisierenden Welt abschottet, verliert mehr und mehr den Anschluss und fällt aus der Spitzengruppe zurück.

    Das Problem des sich globalisierenden Arbeitsmarkts, dem die sich globalisierende Gewerkschaftsorganisation und Sozialstaatsorganisation zur Kompensation fehlt, ist allerdings auch real. Drum geht die Globalisierung brutal auf Kosten der (meisten) Arbeitenden, der Unter- und der Mittelschicht. Die Dummköpfe und Charakterschwachen unter ihnen schreien dann: Die Juden Ausländer sind schuld!

    Fragt man sich vor diesem Hintergrund nach einer konkreten Zahl für den volkswirtschaftlichen Nutzen der Einwanderung nach Deutschland, dann würde ich schätzen: Der liegt inzwischen vielleicht schon bei einem Viertel unseres Nationaleinkommens.

    Wie man die Sache genau berechnen könnte, weiß ich als Laie nicht. Ich erinnere mich jetzt nicht, dass es schon mal jemand systematisch (natürlich trotzdem spekulativ) durchgerechnet hätte. Man müsste ja heute “Ausländer” und Deutsche mit Migrationsgeschichte zusammenrechnen, außerdem die weichen Finanzfaktoren einschätzen können und in vielen Aspekten spekulieren.

    Ich glaube, vor allem die jüngeren Leute in Deutschland brauchen eine solche Kalkulation kaum mehr. Sie können sich die Einwanderer und ihre Nachkommen gar nicht mehr wegdenken und finden es völlig normal, unter sich Migrantennachkommen zu haben.

    Auch wenn die Schaden-Nutzen-Rechnung schwierig und vielleicht auch nicht nötig wäre – interessant wäre sie schon.

    Die Xenophoben möchten den Blick im Moment vielleicht besonders auf die Flüchtlinge richten. Da kommen dieses Jahr ca. 150.000 neu zu uns – was bringen die uns, was kosten die uns?

    Ich schätze, die Kosten sind in diesem Fall natürlich sehr viel höher als der materielle Gewinn.

    Das liegt auch daran, dass die Flüchtlinge nicht arbeiten dürfen, dass also ihr also Potenzial nicht genützt wird. Es liegt weiterhin daran, dass man schwer abschätzen kann, was sie in Zukunft – wenn sie bleiben und in den Arbeitsmarkt integriert sind, zu unserem Wohlstand beitragen werden.

    Die Phantasie sagt den Xenophoben: Wir könnten die Grenze total schließen für Flüchtlinge und jeden, der es trotzdem schafft, sofort und gnadenlos rausschmeißen – und uns nicht darum kümmern, was mit den Flüchtlingen weiter geschieht, oder wie es überhaupt dazu kommt, dass es so viele Flüchtlinge gibt.

    (Die Phantasie gibt es in verschiedenen Abstufungen; manche denken sich, ein kleines Löchlein in diesem Eisernen Schengen-Vorhang könnte man sich schon erlauben. Die EU versuche sich auch in einer strikten Beschränkung und sichere Türen und Parterrefenster, lasse dann aber leichtsinnig ein oder zwei Fenster im 1. Stock offen, und so klettern eben doch zu viele rein in unser – angeblich – überfülltes Haus.)

  9. fantomas007 meint:

    “Also alleine die Steuern zahlenden Ausländer würden die Kosten der nicht arbeitenden Ausländer um ein vielfaches decken.”

    Ich glaube, dass dies der geringere Anteil des Nutzens wäre. Denn schließlich wird auch ein nicht unerheblicher Teil des Einkommens, dass bereits versteuert wurde, wiederum ausgegeben. Und schon fängt das Steuerkarussel von vorn an. Das bedeutet wiederum Einnahmen für den Staat bei Einzelunternehmen und GmbHs in Form von Einkommenssteuer, Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer und die Mehrwertsteuer bei Endkonsumenten.

    Hinzu kommen die Arbeitsplätze im Einzelhandel und Produktion, die es nur gibt, weil die zuerst genanten Konsumenten konsumieren. Diese Einkommen der Nutznießer, die es nur gibt, weil erst genannte Konsumenten im Land leben, werden wiederum ausgegeben und bedeuten weitere Steuereinnahmen für den Staat und weitere Arbeitsplätze, die es auch nur gibt, weil es Nutznießer gibt, die vom Konsum der Erstkonsumenten in der Spirale profitieren. Wie weit die Spirale sich fortführt, bis die Effekte des Nutzens nicht mehr relevant sind, ist schwierig zu beurteilen. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt.

    Es kommen ja noch Mieteinnahmen durch die vorhandenen Ausländer, die wiederum Gewinne bei den Vermietern auslösen, die auch versteuert werden müssen. Sie wiederum müssen ihre Objekte in Stand halten und Aufträge an Bauunternehmen erteilen, die auch Steuern für den Staat bedeuten. Mehr Menschen, Objekte und Aufträge bedeuten wiederum Kredite bei Banken, die abermals Effekte auslösen u.s.w u.s.w. Ich könnte das noch sehr lange fortführen, aber es sollte reichen, um zu verstehen, wie alles zusammenhängt und wie komplex das ganze ist.

    Die nachfolgenden Steuereinnahmen und Nutzen des Geldes, welches ständig ausgegeben wird, ist nicht zu unterschätzen. Man verdrängt auch gerne die Arbeitsplätze, die ohne die ausländischen Konsumenten wegfallen würden. Eine permanent schrumpfende Bevölkerung ist für die Wirtschaft tödlich.

    Dies alles zu berechnen ist sehr komplex, schwierig und niemals exakt.

  10. conring meint:

    @ Leo Brux
    “Das Problem des sich globalisierenden Arbeitsmarkts, dem die sich globalisierende Gewerkschaftsorganisation und Sozialstaatsorganisation zur Kompensation fehlt, ist allerdings auch real.”
    Das Problem ist alelrdings auch nicht neu, sondern auch schon in den USA der letzten Jahrhundertwende zu beobachten. Die Eisenbahn- und Fleischindustriellen Chicogos haben (nur ein Beispiel) immer ganz bewußt Zuzug neuer Immigranten in ihre Stadt gefördert, um die sich organisierende Arbeiterschaft zu schwächen. Erst Deutsche, dann Iren, dann Italienern und zuletzt Schwarze aus den Südstaaten.

  11. conring meint:

    Insgesamt sollte man bei der Kosten/Nutzenrechnung auch nicht vergessen, dass auch die Einwanderer und ihre Herkunftsländer dabei gewinnen.

  12. Hier mal ein Artikel aus dem Postillion:
    http://www.der-postillon.com/2014/05/grundschuler-protestieren-gegen.html
    Achtung!! Satire :)

  13. Wunderbar, diese Satire!

  14. singularplusquam meint:

    INFO

    21. Mai 2014 | 13.16 Uhr
    Sozialleistungen
    Ausländer erhalten 6,7 Milliarden Euro Hartz IV

    Etwa ein Fünftel des Gesamtvolumens !

    http://www.rp-online.de/politik/deutschland/hartz-iv-nicht-eu-auslaender-erhielten-fuenf-milliarden-euro-aid-1.4257610

    Aber dem wird in Kürze ein Riegel vorgeschoben,
    durch neue Gesetzgebung.

  15. Irrtum. Das, was da im Moment diskutiert wird, ist ein ganz marginaler Bereich. (Die Zahl derer, die in Deutschland eingereist sind und dann keine Arbeit gefunden haben – und dann trotzdem versuchen, Sozialgeld zu bekommen, ist ziemlich gering.)

    Im übrigen ist es normal, dass Hartz IV eher Leute aus der Unterschicht bekommen und nicht solche der Mittelschicht und Oberschicht. Einwohner ohne deutschen Pass gehören weit überdurchschnittlich oft der Unterschicht an. Also geht dahin auch deutlich mehr Sozialgeld, statistisch gesehen.

    Wo ist da das Problem?

  16. Wieder ein Beleg, dass Ausländer den Staat offensichtlich keine 30-40 Milliarden Euro (oder mehr) kosten, wie man es immer wieder als Behauptung lesen kann.

  17. (function(d, s, id) { var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0]; if (d.getElementById(id)) return; js = d.createElement(s); js.id = id; js.src = “//connect.facebook.net/tr_TR/all.js#xfbml=1″; fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs); }(document, ‘script’, ‘facebook-jssdk’));
    http://www.islamische-zeitung.de'den Gönderi

    Ich hoffe mal das funktioniert mit dem link…
    Beim Durchlesenmusste ich anfangen zu lachen. Ist aber leider irgendwie traurig wenn man bedenkt, dass aus der entgegengesetzten Richtung immer wieder diese Argumente gebracht werden.

  18. da bin ich ja mal gespannt was die Umsetzung betrifft:
    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2014/05/502224/charta-der-vielfalt-jetzt-unterschreibt-auch-das-bundeskriminalamt/

    Charta der Vielfalt: Jetzt unterschreibt auch das Bundeskriminalamt
    Deutsch Türkische Nachrichten | Veröffentlicht: 22.05.14, 10:36

    Bereits am 16. Mai hat das Bundeskriminalamt (BKA) die so genannte „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Den Schritt hin zu mehr Vielfalt auch im öffentlichen Dienst vollzog BKA-Präsident Jörg Zierke im Beisein von Staatsministerin Aydan Özoğuz (SPD). Das BKA verpflichtet sich damit, ein Arbeitsumfeld frei von Vorurteilen zu schaffen.

  19. K.Gerlach meint:

    Ich habe nie verstanden, warum eine dopp. Stattsbürgerschaft/Doppelpass ausgerechnet das Zugehörigkeitsgefühl zu Deutschland stärken soll, insbesondere bei der türkischstämmigen Community, die teilweise schon
    in der 3. und 4 Gneration hier lebt, hier geboren, hier aufgewachsen und (hoffentlich) sozialisiert ist.

    Jan Fleischhauer schreibt dazu im Spiegel etwas ( im Zusammenhang mit der Di Lorenzo Angelegenheit), das meine Sicht stützt:

    Die Verfechter der neuen Regelung führen ins Felde, durch die Erlaubnis zum Doppelpass würde die Integration erleichtert. Für Zuzügler, die sich nicht entscheiden können, ob sie nun eher deutsch oder türkisch fühlen, mag das gelten. Aber die Reform gilt ausdrücklich nicht für Leute, die noch Zeit brauchen, sich bei uns einzugewöhnen, sondern für solche, die hier geboren und zur Schule gegangen sind und deren Kenntnis der Türkei sich in der Regel auf ein paar Badeurlaube beschränkt.

    Sorge vor Loyalitätskonflikten

    Wer sein Herz für eine ferne Heimat entdeckt, kann morgen seinen Pass eintauschen, dagegen ist nichts zu sagen. Dass man sich hingegen zwei Ländern als Bürger verbunden fühlt, und zwar “mit dem vollen Bewusstsein der Zugehörigkeit und der Mitverantwortlichkeit”, wie es der Politikwissenschaftler Peter Graf Kielmansegg in einem sehr lesenswerten Beitrag für die “FAZ” geschrieben hat, ist eher unwahrscheinlich. Das gilt zumal bei einer Minderheit, deren Herkunftsland alles daran setzt, die Emigranten dauerhaft an sich zu binden.

    Dass die türkische Regierung einen Pass nicht als sentimentale Geste, sondern als Zugehörigkeitserklärung versteht, hat Ministerpräsident Erdogan bei seinem Besuch in Köln in Erinnerung gerufen. “Ich habe dort drei Millionen Staatsbürger, natürlich gehe ich nach Deutschland”, sagte er, als sich Kritik an seinem Aufritt regte. Man darf davon ausgehen, dass er zu seinen Staatsbürgern demnächst auch diejenigen zählt, die das Recht auf Zweistaatlichkeit in Anspruch genommen haben. Am Ende könnte der Doppelpass eine ganze Generation in einen Loyalitätskonflikt treiben, den man durch die Einrichtung desselben gerade vermeiden wollte.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/doppelpass-fleischhauer-ueber-doppelte-staatsbuergerschaft-a-971907.html

  20. K.Gerlach meint:

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